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Gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Messeentgelten

Im Einklang mit seiner bisherigen Rechtsprechung setzt der BFH für die gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Mietzinsen für unbewegliche Wirtschaftsgüter voraus, dass die Wirtschaftsgüter dem Anlagevermögen des Mieters oder Pächters zuzuordnen wären, wenn dieser Eigentümer der Wirtschaftsgüter wäre.

Kon­k­ret vern­einte der BFH in sei­nem Urteil vom 25.10.2016 (Az. IR 57/15) des­halb die Hin­zu­rech­nung von Ent­gel­ten für die Über­las­sung von Aus­stel­lungs­flächen in Mes­se­hal­len, die eine sog. Durch­füh­rungs­ge­sell­schaft an aus­län­di­sche Mes­se­ge­sell­schaf­ten zahlte. Die Durch­füh­rungs­ge­sell­schaft wurde auf­grund der auf­trags­be­zo­ge­nen Wei­sung ihrer Auf­trag­ge­ber, die Bun­des­re­pu­b­lik Deut­sch­land und der Frei­staat Bay­ern, über die Teil­nahme an einer kon­k­re­ten Messe gegen­über dem dor­ti­gen Mes­se­ver­an­stal­ter tätig. Sie bot Unter­neh­men die Teil­nahme an die­sen Mes­sen auf Gemein­schafts­stän­den gegen eine Kos­ten­be­tei­li­gung an. Nach Auf­fas­sung des BFH wären die Aus­stel­lungs­flächen nicht ihrem Anla­ge­ver­mö­gen zuzu­rech­nen, wenn sich diese in ihrem Eigen­tum befän­den, denn diese müss­ten nicht stän­dig für den Gebrauch in ihrem Betrieb vor­ge­hal­ten wer­den.

Hin­weis

Ggf. könnte diese Recht­sp­re­chung auch gegen die Hin­zu­rech­nung von Mes­se­kos­ten ver­wen­det wer­den, wenn die Teil­nahme an Mes­sen eher spo­ra­disch erfolgt und somit die über­las­se­nen Wirt­schafts­gü­ter ebenso nicht dem fik­tio­na­len Anla­ge­ver­mö­gen zuzu­rech­nen wären.  



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