de en
Nexia Ebner Stolz

Aktuelles

Gesetzgeber beschließt Änderung der Abzinsung von Pensionsrückstellungen

Der Bundestag beschloss am 18.2.2016 das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, das am 26.2.2016 auch den Bundesrat passierte. Darin enthalten ist auch eine Änderung der Abzinsung von Pensionsrückstellungen.

Kon­k­ret wird § 253 Abs. 2 HGB dahin­ge­hend geän­dert, dass Rück­stel­lun­gen für Alters­ver­sor­gungs­verpf­lich­tun­gen mit dem ihrer Rest­lauf­zeit ent­sp­re­chen­den Markt­zins­satz abzu­zin­sen sind, der sich aus den ver­gan­ge­nen zehn Geschäfts­jah­ren (statt bis­lang sie­ben Jah­ren) ergibt (vgl. BT-Drs.18/7584, S. 50). Zug­leich ist eine Aus­schüt­tungs­sperre für den Dif­fe­renz­be­trag im Ver­g­leich zur bis­he­ri­gen Rege­lung vor­ge­se­hen (§ 253 Abs. 6 HGB). Hierzu muss der Unter­schieds­be­trag zwi­schen dem Bar­wert bei Anwen­dung eines Sie­ben- und Zehn­jah­res­zin­ses in jedem Jahr ermit­telt und unter der Bilanz oder im Anhang ange­ge­ben wer­den.

Die Ände­run­gen gel­ten für Geschäfts­jahre, die nach dem 31.12.2015 enden, dür­fen aber rück­wir­kend ange­wen­det wer­den. Sie ste­hen damit wahl­weise auch für Abschlüsse zum 31.12.2015 offen, sofern nicht ein abwei­chen­des Geschäfts­jahr gege­ben ist.

Für 2015 könnte dann - bei einer Rest­lauf­zeit von 15 Jah­ren - ein Zins­satz von 4,30 % statt 3,89 % ange­wen­det wer­den.

Hin­weis

Um in Kraft zu tre­ten, ist nun nur noch die Ver­kün­dung des Geset­zes im Bun­des­ge­setz­blatt erfor­der­lich, was als sicher gel­ten dürfte.

nach oben