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Einkommensteuernachzahlung bei Nettolohnvereinbarung

Bei einer Nettolohnvereinbarung wird eine etwaige Einkommensteuernachzahlung vom Arbeitgeber getragen, da andernfalls dem Arbeitnehmer nicht der vereinbarte Nettolohn zufließen würde. Aus steuerlicher Sicht stellt sich die Frage, ob diese Einkommensteuernachzahlung bereits als Bruttolohn zu behandeln ist, so dass sich das steuerpflichtige Arbeitsentgelt um diesen Betrag erhöht, oder ob die Steuernachzahlung erst noch auf einen Bruttobetrag hochzurechnen ist, mit der Folge einer entsprechend höheren Steuerbelastung.

Leis­tet der Arbeit­ge­ber bei einer Net­to­lohn­ve­r­ein­ba­rung für sei­nen Arbeit­neh­mer eine Ein­kom­men­steu­er­nach­zah­lung für ein ver­gan­ge­nes Jahr, ist darin ein der Ein­kom­men­steuer unter­lie­gen­der, durch den Arbeit­ge­ber gewähr­ter Vor­teil zu sehen. Durch die Til­gung der pri­va­ten Steu­er­schuld des Arbeit­neh­mers fließe die­sem zum Zeit­punkt der Nach­zah­lung ein sons­ti­ger Bezug zu. Die Ein­kom­men­steu­er­nach­zah­lung sei des­halb auf einen Brut­to­be­trag hoch­zu­rech­nen, so der BFH mit Urteil vom 3.9.2015 (Az. VI R 1/14).

Hin­weis

Damit lehnt der BFH die Auf­fas­sung der Vor­in­stanz ab, wonach die Ein­kom­men­steu­er­nach­zah­lung des Arbeit­ge­bers Brut­toar­beits­lohn dar­s­tellte (FG Düs­sel­dorf, Urteil vom 3.12.2013, Az. 13 K 2184/12 E).

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