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Bundesregierung plant Sonder-AfA für Wohnungsbau

Die Bundesregierung will die Schaffung preiswerten Wohnraums ankurbeln und plant dazu die Einführung einer Sonderabschreibung, die hinsichtlich der davon erfassten Neubauten zeitlich eng begrenzt werden soll. Durch eine nur relativ kurze Laufzeit der steuerlichen Begünstigung soll zudem ein Anreiz zur baldigen Fertigstellung der Neubauten gegeben werden.

Mit dem am 3.2.2016 ver­ab­schie­de­ten Ent­wurf eines Geset­zes zur steu­er­li­chen För­de­rung des Miet­woh­nungs­neu­baus plant die Bun­des­re­gie­rung die Ein­füh­rung einer Son­der­ab­sch­rei­bung für die Schaf­fung von Woh­nungs­neu­bau­ten, die auf Grund eines nach dem 31.12.2015 und vor dem 1.1.2019 ges­tell­ten Bau­an­trags/Bau­an­zeige her­ge­s­tellt wer­den.

Begüns­tigt soll die Her­stel­lung oder Anschaf­fung von neuen Gebäu­den sein, soweit sie min­des­tens zehn Jahre der ent­gelt­li­chen Über­las­sung zu Wohn­zwe­cken die­nen und sofern eine Bau­kos­ten­ober­g­renze von 3.000 Euro pro Quad­r­at­me­ter Wohn­fläche nicht über­schrit­ten wird. Zudem muss das Gebäude im För­der­ge­biet gele­gen sein, wozu Gebiete mit Mie­ten­stu­fen IV bis VI nach der Wohn­geld­ver­ord­nung (Anlage zu § 1 Abs. 3 Wohn­geld­ver­ord­nung), mit Miet­p­reis­b­remse (§ 556 d Abs. 2 BGB) oder mit abge­senk­ter Kap­pungs­g­renze (§ 558 Abs. 3 Sätze 2 und 3 BGB) gehö­ren.

Die Son­der­ab­sch­rei­bung soll im Jahr der Anschaf­fung bzw. Her­stel­lung und im Fol­ge­jahr bis zu je 10 % und im drit­ten Jahr bis zu 9 % der Gebäu­de­an­schaf­fungs- oder Gebäu­de­her­stel­lungs­kos­ten betra­gen, soweit diese 2.000 Euro je Quad­r­at­me­ter Wohn­fläche nicht über­s­tei­gen.

Hin­weis

Neben der Beschluss­fas­sung des Bun­des­tags und des Bun­des­rats bedarf das Gesetz­ge­bungs­vor­ha­ben auch einer bei­hil­fe­recht­li­chen Geneh­mi­gung der EU-Kom­mis­sion, um in Kraft tre­ten zu kön­nen. Sollte die Son­der­ab­sch­rei­bung in die­ser Form gesetz­ge­be­risch umge­setzt wer­den, soll sie letzt­mals für den Ver­an­la­gungs­zei­traum 2022 gel­tend gemacht wer­den kön­nen.

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