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BFH: Ansammlungsrückstellung bei Verlängerung des Vertragsverhältnisses

Ist eine Rückstellung wegen einer vertraglichen Beseitigungsverpflichtung zu bilden, wirkt sich laut aktuellem Urteil des BFH die Verlängerung des Vertragsverhältnisses auf die Rückstellungsberechnung aus.

Besteht die ver­trag­li­che Verpf­lich­tung, Bau­ten auf frem­dem Grund und Boden mit Ablauf des Ver­trags zu besei­ti­gen, ist eine Rück­stel­lung zu bil­den, die für steu­er­bi­lan­zi­elle Zwe­cke zei­t­an­tei­lig in glei­chen Raten über die Ver­trags­lauf­zeit anzu­sam­meln ist (Ansamm­lungs­rück­stel­lung, § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. d EStG).

Wird das der Besei­ti­gungs­verpf­lich­tung zu Grunde lie­gende Ver­trags­ver­hält­nis wirt­schaft­lich fort­ge­setzt, etwa durch Ver­trags­ver­län­ge­rung oder durch Abschluss eines neuen Ver­trags­ver­hält­nis­ses, ist laut Urteil des BFH vom 2.7.2014 (Az. I R 46/12) die­ser ver­län­gerte Nut­zungs­zei­traum für die Rück­stel­lungs­be­rech­nung her­an­zu­zie­hen.

Hin­weis

Die zu erwar­ten­den Abbruch­kos­ten sind somit über die ver­län­gerte Ver­trags­lauf­zeit anzu­sam­meln und bis zum hin­aus­ge­scho­be­nen Ver­trag­s­ende gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e EStG abzu­zin­sen, so dass der bereits gebil­dete Rück­stel­lungs­be­trag ggf. gewinn­er­höh­end zu min­dern ist.

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