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Alterseinkünftegesetz ist verfassungsgemäß

Mit dem zum 1.1.2005 in Kraft ge­tre­te­nen Al­ter­seinkünf­te­ge­setz wurde der Sys­tem­wech­sel weg von ei­ner vor­ge­la­ger­ten Be­steue­rung in der Auf­bau­phase hin zu ei­ner nach­ge­la­ger­ten Be­steue­rung der Al­ter­seinkünfte in der Be­zugs­phase voll­zo­gen. Ge­gen die Re­ge­lun­gen wur­den ver­fas­sungs­recht­li­che Zwei­fel vor­ge­bracht, die das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nun ver­wor­fen hat.

Mit Be­schlüssen vom 29.9.2015 (Az. 2 BvR 2683/11) und vom 30.9.2015 (Az. 2 BvR 1066/10 und 2 BvR 1961/10) hat das BVerfG Ver­fas­sungs­be­schwer­den, mit de­nen die Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Um­set­zung die­ses Sys­tem­wech­sels vor­tra­gen wur­den, nicht zur Ent­schei­dung an­ge­nom­men.

Mit der Neu­ord­nung sei eine den Gleich­heits­satz grundsätz­lich nicht ver­let­zende Re­ge­lung ge­schaf­fen wor­den. Die un­ter­schieds­lose Be­steue­rung der Al­ter­seinkünfte von vor­mals als Ar­beit­neh­mer und selbständig Täti­gen führe nicht zu ei­ner Un­gleich­be­hand­lung der bei­den Per­so­nen­grup­pen, da die Ren­ten­an­wart­schaf­ten in der ak­ti­ven Phase un­ter ver­gleich­ba­ren Be­din­gun­gen aus nicht ver­steu­er­tem Ein­kom­men ge­bil­det wer­den konn­ten. Auch die mit dem Al­ter­seinkünf­te­ge­setz ein­geführte Überg­angs­re­ge­lung ver­letzt nach Auf­fas­sung des Ge­richts nicht das Gleich­heits­recht.

Hinweis

Es ist da­mit zu rech­nen, dass das BMF den Ka­ta­log der Vorläufig­keits­ver­merke (zu­letzt BMF-Schrei­ben vom 5.11.2015) zügig an­pas­sen wird, so dass Steu­er­fest­set­zun­gen dies­bezüglich künf­tig nicht mehr vorläufig er­ge­hen dürf­ten. 

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