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31.5. ist Steuererklärungstag!

Steuerzahler müssen sich ranhalten: Bis zum 31. Mai dieses Jahres muss die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2011 beim Finanzamt abgegeben werden. Es sei denn, ein Steuerberater ist mit der Abgabe der Erklärung beauftragt oder der Steuerpflichtige hat rechtzeitig bis dahin eine Fristverlängerung beantragt.

Wer sich selbst um die Erstel­lung sei­ner Steue­r­er­klär­ung bemüht, sollte prü­fen, ob über­haupt schon alle erfor­der­li­chen Belege, etwa zum Nach­weis haus­halts­na­her Dienst­leis­tun­gen oder außer­ge­wöhn­li­cher Belas­tun­gen, und die Jahres­steu­er­be­schei­ni­gun­gen der Ban­ken vor­han­den sind. Denn: Auch wenn mit der Abgel­tung­steuer alles ein­fa­cher und eigent­lich auf die Abgabe der Anlage KAP ver­zich­tet wer­den kön­nen sollte, emp­fiehlt es sich viel­fach doch, die­ses For­mu­lar aus­zu­fül­len und die erfor­der­li­chen Nach­weise zu erbrin­gen. Dies macht zum einen Sinn, wenn der Frei­stel­lungs­auf­trag, bis zu des­sen maxi­ma­ler Höhe von 801 Euro Kapi­ta­l­ein­künfte steu­er­f­rei blei­ben, nicht oder in zu gerin­ger Höhe erteilt wurde. Zum ande­ren sollte die Anlage KAP aus­ge­füllt wer­den, wenn der indi­vi­du­elle Ein­kom­men­steu­er­satz unter dem pau­scha­len Abgel­tung­steu­er­satz von 26,375 % liegt. Betrof­fen davon sind Allein­ste­hende mit einem zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men von maxi­mal 15.000 Euro bzw. Ver­hei­ra­tete von nicht mehr als 30.000 Euro zu ver­steu­ern­dem Ein­kom­men. In die­sem Fall ist auf der Anlage KAP mit einem klei­nen Kreuz­chen die so genannte Güns­ti­ger­prü­fung zu bean­tra­gen: Der Steu­erpf­lich­tige erhält dann die zu viel gezahlte Abgel­tung­steuer zurü­cker­stat­tet.

Und wenn Aus­lands­de­pots beste­hen, müs­sen die dort erziel­ten Erträge auch wei­ter­hin in der Steue­r­er­klär­ung ange­ge­ben wer­den. In die­sem Fall erhebt der Fis­kus die Abgel­tung­steuer nach. Sofern die Ban­ken nicht bereits von sich aus die Jahres­steu­er­be­schei­ni­gun­gen ver­schi­cken, soll­ten Betrof­fene die erfor­der­li­chen Nach­weise sch­nellst­mög­lich bei den Ban­ken anfor­dern, emp­fiehlt Rechts­an­walt und Steu­er­be­ra­ter Vol­ker Sch­midt von Ebner Stolz Mön­ning Bachem.  Die Jahres­steu­er­be­schei­ni­gung ist zudem erfor­der­lich, wenn der Kunde die Bank nicht beauf­tragt hat, die Kir­chen­steuer zusam­men mit der Abgel­tung­steuer abzu­füh­ren. Und auch wenn Spen­den oder außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen, wie etwa die Kos­ten einer schwe­ren Krank­heit, für Zahn­er­satz, Bril­len oder eine Schei­dung, gel­tend gemacht wer­den, ver­langt der Fis­kus die Vor­lage der Jahres­steu­er­be­schei­ni­gun­gen. Sch­midt erläu­tert, dass auf die­ser Grund­lage dann die maxi­mal abzugs­fähige Spen­den­höhe bzw. die Höhe der so genann­ten zumut­ba­ren Eigen­be­las­tung ermit­telt wird.

Um die Abga­be­frist ein­zu­hal­ten, ist also Han­deln ange­sagt. Wer es aber nicht schafft, bis Ende Mai alle erfor­der­li­chen Belege bei­sam­men und die Ein­kom­men­steue­r­er­klär­ung für das Jahr 2011 ers­tellt zu haben, sollte sch­nells­tens bei sei­nem zustän­di­gen Finanz­amt schrift­lich eine Frist­ver­län­ge­rung bean­tra­gen.

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