Ralf Martin (32) – WP StB, Prokurist
Diplom-Finanzwirt (FH)
„Staubtrocken war gestern“



Wie sieht ihr Tätigkeitsfeld aus?
Als Steuerberater erstreckt sich mein Aufgabenfeld auf viel mehr als das Abfassen von Steuererklärungen. Natürlich gehört es dazu, dass wir Mandanten bei der Erfüllung der gesetzlichen Pflichten unterstützen. Wir geben ihnen das Gefühl, bei uns in vertrauenswürdigen Händen zu sein. Steuermaterie ist kompliziert und der Unternehmer oder Manager will sich „blind" darauf verlassen können, dass er in den Steuererklärungen zum einen alles richtig macht, zum anderen aber auch seine Rechte wahrt und nicht unnötig Geld verschenkt. Richtig spannend wird es aber dann, wenn es um Fragen der Steueroptimierung und -gestaltung geht. Hier haben wir es immer mit Einzelfällen zu tun, von denen keiner wie der andere ist und die uns hautnah in Kontakt mit dem unternehmerischen Geschehen beim Mandanten bringen - sozusagen Steuerberatung „voll im Leben".

Können Sie uns ein konkretes Beispiel nennen?
Ja, zum Beispiel die Transaktionsberatung: Bei jedem Unternehmens- oder Beteiligungskauf, jedem Verkauf einer Tochtergesellschaft, jedem Börsengang und jeder Fusion stehen Steuerfragen von erheblicher Tragweite auf der Agenda. Es geht um viel Geld für den Mandanten. Deshalb gehört es zu den herausforderndsten Projekten, wenn wir im Team mit anderen Beratern (Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Juristen) und dem Mandanten nach vielen Sitzungen und intensiven Diskussionen, Sondierungen und Abwägungen endlich die optimale Lösung für den Fall gefunden haben. Ähnlich kreativ und gar nicht „staubtrocken" geht es bei der Gestaltungsberatung zu. Ob nun bei der Bilanzierungsstrategie, der Rechtsformenwahl, Unternehmens- reorganisationen, Sanierungsfällen, Mitarbeiterbeteiligungsmodellen, Unternehmensnachfolgen oder aktuell bei der Unternehmenssteuerreform 2008: Immer sind wir gefordert, mehr als Standard abzuliefern.

Was verstehen Sie unter „mehr als der Standard“?
Handwerklich saubere Arbeit ist selbstverständlich, das machen andere auch. Wir haben intern als Orientierung das Bild des „personal trainer" entwickelt. Im Wortsinn ist das jemand, der seine Kunden umfassend in Sachen Fitness betreut. Ganz ähnlich läuft das bei uns. Wir stehen an der Seite des Mandanten - auch und gerade wenn es anstrengend wird. Wir sind ehrlich, persönlich engagiert und: unbequem, wenn es sein muss. Wir sehen den Mandanten ganzheitlich, weisen auf mögliche Probleme in der Zukunft hin und bieten Lösungen an. Auf diese Weise erarbeiten wir uns nicht selten eine besondere Vertrauensposition gegenüber unseren Klienten. Die Mandantenbetreuung steht ohne Wenn und Aber im Mittelpunkt. Es ist uns aber auch wichtig, dass sich Partner und Mitarbeiter für interne Aufgaben engagieren und über eine „Kultur der offenen Tür" ein konstruktiver Austausch stattfindet. Auch das dient letztlich dem Mandanten, denn nur wer miteinander spricht und zusammenarbeitet, kommt zur besten Lösung.

Haben Sie auch mit internationalen Projekten zu tun?
Gerade bei der immer komplexeren Steuer-Thematik ist es für uns wichtig, unseren Mandanten das Gefühl zu geben, sich in besten Händen zu befinden. In Kooperation mit ausländischen Partnern übernehmen wir daher auch die steuerliche Beratung im europäischen und außereuropäischen Ausland. Alles in allem habe ich also einen äußerst abwechslungsreichen, kommunikativen und vielseitigen Tätigkeitsbereich, der sowohl Flexibilität als auch Belastbarkeit erfordert.

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